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Newsletter 4 Authentisch leben     
In fast allen Anleitungen zum ‚Erfolgreich sein’ ist in irgendeiner Form der Begriff Authentizität enthalten und beschreibt die ‚Echtheit, Glaubwürdigkeit, Zuverlässigkeit eines Menschen. Was aber ist Echtheit? Wie erkenne ich mein Echtes? Muß ich mein Leben verändern, wenn ich echt sein will? Verändert sich das Echtsein im Laufe meines Lebens? Anhand der folgenden Perspektiven zum Thema Authentizität, können Sie den Status Quo Ihrer persönlichen Echtheit einschätzen, möglicherweise auch erweitern. Seit Einstein wissen wir Leben ist Energie (e=mc2) und Energie ist die bewegende Kraft in allen lebenden Wesen. Lebensenergie ist nicht sichtbar, wir können sie nur als innere Befindlichkeit erfahren. Wir spüren sie in positiver Weise z.B. als Freude, Tatkraft, Genuß oder Liebe, wir spüren sie in  negativer Weise als Unlust, Traurigkeit, Angst oder Hass.  Woher kommt jedoch positive oder negative Lebensenergie? Die Quelle unserer Lebensenergie sind einerseits unsere inneren Absichten und Bedürfnisse und  andererseits unsere Handlungen mit denen wir versuchen unsere inneren Absichten und Bedürfnisse zu verwirklichen. Grundsätzlich gilt also: entsprechen unsere inneren Absichten unseren Handlungen fließt positive Lebensenergie. Gelingt es uns dagegen langfristig nicht unsere inneren Absichten in äußere Handlungen umzusetzen versiegt zunehmend die Quelle unserer Lebensenergie und wir empfinden das wie oben beschrieben. Unterbrochene Lebensenergie  erzeugt über längere Zeit psychische und körperliche Symptome (psychosomatische Störungen) und Krankheiten, im Extremfall sogar den Tod. Die inneren Absichten und Bedürfnisse werden im Leben eines Menschen durch zwei gegensätzliche Wirkkräfte (Energien) erzeugt. Einerseits gibt es die Energie, die in uns den Antrieb zur persönlichen Weiterentwicklung, also zur Entwicklung von Individualität entstehen lässt. Besonders bei Kindern im Alter zwischen 2-5 Jahren kann man diesen Antrieb, der Wissbegierde und Unerschrockenheit neue Erfahrungen zu machen erzeugt gut beobachten. Die Kraft auf der anderen Seite bewegt uns dazu (Ver-)Bindungen zu anderen Menschen herzustellen und gleichzeitig zu deren Einstellungen, Überzeugungen, Regeln und Normen. Fast in jedem Menschenleben entstehen durch diese zwei unterschiedlichen Energien Dilemmata, d.h immer wieder Lebensituationen in denen es unmöglich erscheint beide Absichten zu vereinbaren. Typisch dafür ist z.B. das Dilemma Karriere (in unserem Kulturverständnis eher der Wachstumsbereich) und Familie (in unserem Kulturverständnis eher der Bereich der Bindung) in einen harmonischen Zustand zu bringen. Häufig versuchen wir das Dilemma aus diesen beiden Gegensätzen dadurch zu beantworten, indem wir eine Seite unterdrücken, also das Bedürfnis oder die Absicht dieser Energie aus unserer Wahrnehmung ausblenden (z.B. durch Ablenkung und Ersatzbefriedigungen). Dieses Vorgehen kann für eine gewisse Zeit auch sinnvoll sein, z.B. während der ersten Lebensjahre eigener Kinder oder einer zeitaufwendigen beruflichen Entwicklungsphase. Wird die Unterdrückung, die Einseitigkeit jedoch zum Dauerzustand, wird wie oben beschrieben der Fluß der Lebensenergie unterbrochen. Erste Symptome für diese Unterbrechung sind dann z.B. Träume, Unfälle oder Misserfolge und Niederlagen im sozialen (beruflich und privat) Bereich, die auf das Ungleichgewicht hinweisen. Echtheit, also Authentizität entsteht dann, wenn die Herausforderung beide Wirkkräfte während verschiedener Lebensphasen immer wieder aufs Neue in eine persönlich stimmige Balance zu bringen bewusst angenommen wird. Diese Herausforderung beinhaltet automatisch Veränderung, denn bei fast jedem Menschen ist die stimmige Balance zwischen Individualität und (Ver-)Bindung im Alter von 18 eine andere als im Alter von 35 und verändert sich wieder im reifen und späten Erwachsenenalter. Veränderungsbedarf kann jedoch auch spontan aufgrund bestimmter Erlebnisse entstehen. Aus dieser Perspektive findet also Entwicklung zur Authentizität während des gesamten Lebens statt und bedeutet ein dynamisches Hin- und Herwechseln zwischen den Polen Neuwerden und (Altes) Loslassen. Gelingt es einem Menschen seiner Authentizität dauerhaft zu folgen, entwickelt er gleichzeitig seine ganz persönliche Einzigartigkeit, also Fähigkeiten, die nur sie/er in dieser Weise entwickeln und in die Welt bringen kann. Dadurch entsteht der ganz individuelle Unterschied zu allen anderen Menschen, auch persönliche Meisterschaft genannt. Für alle Menschen, die Ambitionen haben in dieser Welt etwas zu bewegen und zu verändern (unabhängig von dem Gebiet), ist das Bewusstsein für die persönliche Einzigartigkeit die Grundlage für ihren nachhaltigen Erfolg, das gilt in gleicher Weise für Unternehmen und andere Organisationen. Bereits in der Mythengeschichte von Parzival ist der geglückte Entwicklungs-prozess von Authenzität dargestellt (hier verkürzt): Parzival wuchs scheinbar glücklich und zufrieden mit seinen Eltern im Wald auf. Er war ein  braves, folgsames Kind, denn er tat immer alles, was ihm seine Eltern geheißen hatte. Bis er  eines Tages ein inneres Ungenügen spürte. Dieses Ungenügen lies eine innere Sehnsucht  wachsen, die Sehnsucht nach Erfüllung seines inneren Auftrages. Dieser Auftrag brach  plötzlich als jugendliches Erwachen in die heile Welt des jungen Parzival ein: in Gestalt  glänzender Ritter. Parzival folgte dem Ruf seiner Seele und wurde Ritter, der immer mehr Sklave seines  Helden-Images wurde. Und nach Jahren meist erfolgreicher aber auch verletzender und  ermüdender Kämpfe mit feindlichen Rittern, tauchte in ihm das Bild des heiligen Grals   (Symbol für die vollständig erwachte Seele) auf, das seine innere Sehnsucht in eine  leidenschaftliche Suche verwandelte. Eine Zeit der zunehmend verzweifelten Suche nach  dem heiligen Gral, aber auch eine Zeit des Reifens und der Klärung dessen, was ihm auf dem Weg zur Verwirklichung seines inneren Auftrages noch fehlte. Er suchte, verirrte sich  und verlor ihn immer wieder, weil er zögerlich und inkonsequent blieb. Dann erkannte er, sein Auftrag brauchte seinen ganzen Mut zu Taten, ohne die Sicherheit des Findens und das  Loslassen vom Suchen, um im Außen wirksam werden zu können.  Parzival findet die Gralsburg, weil er lernte die heilsamen Fragen zu stellen und  mitfühlend und hingebungsvoll zu zuhören. Dadurch erkannte er auch seine tiefe  Verbindung mit all den anderen Tafelrittern (Symbol für andere Menschen, die bewusst dem  Weg ihrer Authentizität folgen), gegen die er nun nicht mehr kämpfte sondern sich mit ihnen  verbündete. Dann sah er auch, dass alle Ritter in der Gralsburg denselben Auftrag hatten und sowohl mit all ihrer Liebe als auch auf ihre ganz persönliche Art und Weise an seiner  Verwirklichung arbeiteten. Das heilt seine Wunden und von nun an beginnt sich sein innerer  Auftrag mit tiefem Lebensglück zu füllen.   Authentisch zu leben bedeutet somit immer wieder bereit zu sein, die inneren Absichten und Bedürfnisse wahrzunehmen. Und diese stehen teilweise, wie die antreibenden Energien selbst, im Gegensatz zu dem wie wir bisher gelebt haben bzw. was wir bisher für gut und richtig gehalten haben. Authentizität braucht also Mut, wirklich hinzuhören und wahrzunehmen welche neuen Bedürfnisse und Absichten danach rufen verwirklicht zu werden.  Konnten Sie beim Lesen dieses Blogs Ihren eigenen inneren Kommentar wahrnehmen? Ist Ihre innere Stimme im Einklang oder im Widerstand zu den Ausführungen? Mich würden Ihre Antworten sehr interessieren! Meine Grundlagenseminare ‘Die persönliche Einzigartigkeit entdecken’ begleiten Sie in Ihre ganz persönliche Authentizität.
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